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Aktuelles zum Thema Impfungen!

Impfpflicht für alle hier eingestallten Pferde: Immer wieder werde ich nach den Gründen gefragt. 

Die Resequin-Impfung oder die Impfung mit getrennten Impfstoffen gegen Herpes und Influenza ist für jedes hier eingestallte Pferd vorgeschrieben. Die Impftermine werden zentral überwacht und im Rahmen von Sammelterminen durchgeführt. Diese sind für den Besitzer kostengünstiger, weil das Wegegeld entfällt. Wer trotzdem seinen "eigenen" Tierarzt die Impfungen durchführen lassen möchte, weist mir diese nach.

Ausnahmen von dieser Regelung kann ich keine machen! Im Pferdebereich gibt es nur wenige Möglichkeiten prophylaktisch einzuschreiten. Lediglich Impfungen und Entwurmungen können beim Pferd schweren Erkrankungen vorbeugen. Dies aber auch nur, wenn Komplettbestände geimpft und entwurmt werden. "Ausreisser" führen dazu, dass alle anderen Stallkollegen das Geld für die Impfung und Entwurmung ihrer Pferde zum Fenster rausgeworfen haben.

Nach diesem eher unangenehmen, aber umso wichtigeren Einschub nun viel Spaß auf unserer Seite Tiergesundheit.....


Auf dieser Seite möchte ich meine Erfahrungen aus den letzten 12 Jahren mit diversen akut oder chronisch erkrankten Pferden wiedergeben. Im Laufe der Zeit schälten sich für mich einige Maßnahmen heraus, die immer wieder bei gleichem Krankheitsbild erfolgreich waren.

Beispiel 1: Shire Call xx, geb. 1.3.1996, und Nachkommen

Als diese Stute im Dezember 1999 vierjährig zu uns kam, war sie mehr tot als lebendig: Hohes Fieber, Verletzungen, Einschüsse, vollflächige Dermatophilose, abgemagert bis aufs Skelett, bot sie ein jämmerliches Bild. Der hinzugezogene Tierarzt gab ihr keine 48 Stunden Überlebenschance - probiert habe ich es trotzdem. Abseits der injizierten Antibiotika am ersten, dritten und 10. Tag durch den Tierarzt war einiges mehr notwendig,  um die Stute wieder gesund zu pflegen. 

Begonnen habe ich damit, das ganze Pferd mehrmals täglich mit einer Mischung aus argiletz Heilerde und Schwedenkräutern (gibt es in jeder Apotheke) einzureiben. Die hellgrüne Paste und der verdunstende Alkohol der Schwedenkräuter zog die Hitze aus dem Körper und senkte das Fieber, gleichzeitig wirkte sie desinfizierend und entzündungshemmend auf der geschädigten Haut und dämmte das Wachstum von Pilzen ein, die die Haut befallen hatten. 

Nach zwei Tagen stand die Stute bereits wieder längere Zeit auf den Beinen und begann vorsichtig zu fressen, das Fieber war gesunken. Abseits der Gewichtszunahme, die dringend notwendig war, ging es nun darum, die großflächig entzündete Haut zu therapieren. Dazu habe ich jeden Tag die Stute mit warmem Wasser und einer Mischung aus ASS-Brausetabletten und Babyshampoo vorsichtig gewaschen. Von Tag zu Tag lösten sie die Krusten, hervor kam kahle, aber immerhin gesunde Haut. Es sollte noch drei Monate dauern, bis Haut und Haar sich erholt hatten...

Mittlerweile fraß die Stute wieder gut und wurde mit unserem Müslifutter und reichlich Heu sowie zusätzlich mit Hoeveler  BT Hefe zu Normalisierung der Darmflora versorgt. Langsam und kontinuierlich nahm sie an Gewicht zu und konnte im Frühjahr wieder leicht gearbeitet werden.

Nun galt es, den Muskulaturaufbau zu unterstützen. Da die Stute für eine Bedeckung in dem Jahr vorgesehen war, habe ich bewusst auf den Einsatz von Anabolika verzichtet. Es gibt nämlich etwas Besseres: Powerbol, ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel von der Firma Vetvital - leider nur über den Tierarzt zu beziehen und ziemlich teuer, allerdings mit durchschlagender Wirkung und ganz auf pflanzlicher Basis.

Die Stute, die nun wirklich nur sehr vorsichtig angearbeitet wurde,  bekam Muskeln vom auf der Weide laufen oder im Schritt gehen. Die Therapie ging über drei Monate und ausgangs des Sommers war die Stute nicht nur tragend, sondern hervorragend bemuskelt und fit genug für das Ablegen der Stutenleistungsprüfung. Wohlgemerkt: Muskeln kann man nach wie vor nicht anfüttern, sondern muss sie immer noch anarbeiten, aber gerade in den Fällen, wo die tragende Rückenmuskulatur zu schlecht ausgeprägt ist, um ein Pferd überhaupt ausreichend arbeiten zu können, habe ich mit Powerbol jeweils die Initialzündung erreicht.

Mittlerweile bekommt sie einmal im Jahr jeweils zwischen dem letzten Monat der Trächtigkeit und dem dritten Laktationsmonat eine Powerbol-Kur. Diese verhindert, dass die Muskulatur abgebaut wird und versorgt gleichzeitig die Fohlen mit einem Extra-Kick Muskulatur. Die Ergebnisse können sich sehen lassen...

Shire Call tragend im 7. Monat...

...uund vier Wochen nach dem Abfohlen

 

 

 

 

 

 

Sambatänzerin v. Münchhausen im Alter von 36 Stunden

Sambatänzer v. Münchhausen 30 Minuten alt

Sambameister von Tanzmeister II im Alter von 36 Stunden

Shire's Red xx v. Zöllner xx im Alter von 36 Stunden

Aber auch andere Pferde haben durchweg gut auf dieses Präparat reagiert. Nur einer hat es nicht freiwillig gefressen, bekam aber seine Dosis dann täglich mit der Einwegspritze ins Maul verpasst. Alle anderen haben es problemlos mit dem Futter aufgenommen

Beispiel 2: Calma Siglavy, 1.2.1979-15.3.2006

Unser ältestes Pferd, das Foto stammt vom Sommer 2004 - wer würde ihm da ansehen, dass er über 25 Jahre alt ist? Bis ins hohe Alter  fit und vital, leistungsbereit auf Dressurniveau der Klasse S und ausgesprochen gehfreudig - da wurden Geländeausflüge schon mal zum Abenteuer...

Aber auch er hatte seine Probleme - 15-jährig war er fast dämpfig zu uns gekommen. 3/4 der Lunge zäh verschleimt, Leistungsfähigkeit gleich 0. Nach diversen Therapien mit Ventipulmin und anderen herkömmlichen Hustenmitteln beschlossen wir, ihn homöopathisch  zu behandeln. Das Mittel der Wahl, empfohlen von einer Tierheilpraktikerin, war Primelwurzel (lat. Radix Primulae). Die Empfehlung lautete, die getrockneten Wurzeln in Traubenzuckerwasser aufzukochen, weil sie pur reichlich bitter schmecken, Calma fraß sie jedoch auch so. Nach kurmässiger Anwendung über drei Monate hatte sich sein Lungenvolumen wieder normalisiert, der zähe Schleim war ohne quälendes Abhusten direkt über das Lungenepithel abtransportiert worden und seine Kondition nahm von Tag zu Tag wieder zu. Seitdem bekam er ausgangs jeden Winters vorbeugend eine vierwöchige Kur (Kostenpunkt etwa 20 €), um Schleim, der sich evtl. in der Lunge angesammelt hat, umgehend aufzulösen. Ventipulmin ist seitdem Geschichte...

Als Senior wurde er nicht mehr so intensiv geritten, wie noch zu aktiven Turnierzeiten. Dem Muskulaturabbau wirkt auch bei Calma Powerbol entgegen, angewandt als Erhaltungsdosis mit 10 ml pro Tag. Sicherlich nicht ganz billig (ca. 90 € im Quartal), aber was tut man nicht alles.....bis ihn zum Schluss eine akute Alterrehe erwischte, dagegen ist leider kein Kraut gewachsen.

Beispiel 3: Sambatänzer, Trakehnerhengst von Münchhausen, geb. 24.4.2002

Die Vorbereitung auf eine Körung stellt besondere Ansprüche an die Fütterung. Unseren "Kleinen" haben wir in dieser sensiblen Phase zusätzlich mit Nösenberger "Stute und Fohlen" versorgt. Was sich auf den ersten Blick unlogisch anhört, macht auf den zweiten Blick Sinn. Ein junges Pferd mit gerade einmal zwei Jahren befindet sich eigentlich noch in der Aufzucht, muss aber in der Vorbereitungsphase auf eine Körung schon viel Muskelarbeit zusätzlich zum Wachstum verrichten. 

Deshalb macht die gezielte Fütterung eines Aufzuchtsfutters mit besonders hochwertigen Aminosäuren Sinn. Sicher könnte man auch herkömmliche Futtermittel durch Mineralfutter und Sojaschrot ergänzen, steht das Pferd aber an einem anderen Ort im Training, macht dieses Fertigfutter absolut Sinn.

Für den Muskulaturaufbau hat er das bewährte Powerbol bekommen. 

Um den Bewegungsapparat unter Belastung optimal zu unterstützen und Spätschäden vorzubeugen, wurde er zusätzlich mit Joint-Flex-Liquid versorgt - dem einzigen Präparat mit grünlippiger Neuseeländischer Muschel, was ich kenne, welches problemlos gefressen wird. Andere Produkte haben meine Pferde bisher immer wegen "Fischgeschmack" abgelehnt. Über die langfristige Wirksamkeit des Präparates kann ich noch nichts sagen, lahm gegangen ist er bisher jedenfalls nicht, seine Elastizität hat eher noch zugenommen.


Ein paar Anmerkungen zur argiletz Heilerde - für mich das Multitalent überhaupt:


Schlagverletzungen, Prellungen, Hämatome

wann immer sich ein Pferd verletzt, behandele ich zuallererst mit Traumeel

Am besten wirkt das Präparat, wenn es als Ampulle direkt i.m. oder s.c. gespritzt wird, wer sich das nicht traut, kann auch Traumeel-Tabletten geben. Traumeel Salbe zusätzlich angewandt, verstärkt die Wirkung noch.

Aber auch viele andere Produkte der Firma Heel haben wir hier erfolgreich bei Pferden angewandt, so z.B. Engystol zur Stärkung des Immunsystems oder Zeel bei entzündlichen und/oder degenerativen Gelenkerkrankungen. Im übrigen eine sehr interessante Seite mit vielen Infos zur Homöopathie.

 


Pferdepflege

In wohl kaum einem Bereich ist das Angebot so riesig, wie im Bereich Pflegemittel. Deshalb stelle ich hier kurz meine Favoriten vor. "Schimmelreiter" sind ohnehin sehr viel testfreudiger, als Halter z.B. von Füchsen. Ich habe viele Produktlinien ausprobiert, bin aber letztendlich bei den absorbine Produkten hängen geblieben.

Für alle Fellfarben habe ich mit dem Shampoo Show Clean® von absorbine die besten Erfahrungen gemacht. Sparsam im Verbrauch verstärkt es jede Fellfarbe, bringt viel Glanz und macht vor allen Dingen weiße Haare wirklich weiß - ohne Gelbstich. Wenn nach dem Waschen das Fell noch feucht mit dem Show Sheen® Fellglanzspray  eingesprüht wird, verringert sich der Putzaufwand für mindestens 10 Tage und das Fell behält unnachahmlichen Glanz. Doch Vorsicht - das Fell wird so glatt, dass bei ungünstiger Widerristlage der Sattel rutscht, wenn das Fell damit behandelt ist. Also, Sattellage aussparen!

 

 

Dieses Spray ist auch für Langhaar geeignet, doch da bevorzuge ich Santa Fee Instant Detangler®. Das Gel wird einfach ins frisch gewaschene oder auch trockene Langhaar einmassiert. Eine fünfmarkstückgroße Menge genügt. Danach kann ohne auch nur ein einziges Haar auszureißen, der komplette Schweif gekämmt (!) werden. Die Wirkung hält etwa 10 Tage an. Das Gel wirkt auch in wirklich hartnäckigen Fällen wie "Dreadlocks" und ähnlich verfilzten Schweifen.

 

Wer vor Schau- oder Turnierauftritten zusätzlich die Hufe seines Pferdes top aussehen lassen will, fährt gut mit SuperShine® von absorbine. Dieser Lack in schwarz oder farblos lässt den Huf für mindestens eine Woche wie frisch gefettet aussehen, ähnliche Effekte konnte ich sonst nur für wenige Stunden mit einer angeschnittenen Zwiebel erreichen... Vorsicht: Die schwarze Huffarbe färbt wie die Hölle!

 

Schimmel geputzt und morgens wieder Mistflecken? Die Miracle-Groom® Tücher schaffen schnell Abhilfe, bei größeren Flecken gibt es das ganze auch als Spray. Ist auch gut geeignet, die Köpfe zu säubern, da lässt sich eben nicht jedes Pferd gerne mit Wasser waschen...

 


Im Augenblick teste ich auch die anderen absorbine-Produkte Zug um Zug. Ich bin derart überzeugt, dass ich überlege, die Produkte in einem online-Shop direkt von dieser Homepage aus anzubieten, da das Händlernetz doch noch sehr dünn ist. Abseits der Produkte, die ohnehin nur über den Tierarzt zu beziehen sind, gibt es hier vielleicht schon bald die Möglichkeit, online einzukaufen.


Abschließend ein Wort in eigener Sache:

Alle Empfehlungen, die auf dieser HP niedergeschrieben sind, basieren auf eigenen Erfahrungen. Es wird weder ein Anspruch auf Richtigkeit noch auf Wirksamkeit oder Vollständigkeit gegeben!! Ich würde mich freuen, wenn über das Thema Tiergesundheit und/oder Pferdepflege ein reger Gedankenaustausch im Forum statt fände!!

 

Fortsetzung folgt!